aktuell 178.262 Weine und 25.405 Produzenten, davon 3.422 klassifizierte Produzenten.
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Das Weingut liegt in Östringen-Tiefenbach (Bereich Kraichgau) im deutschen Anbaugebiet Baden. Es wurde 1960 von Albert Heitlinger gegründet und ist heute in Besitz der „Weingüter Heitlinger & Burg Ravensburg GmbH“ mit dem Eigentümer Heinz Heiler. Das Weingut Burg Ravensburg in Sulzfeld wurde 2010 erworben, besteht aber weiterhin gleichberechtigt. Die zwei Weingüter sind weinrechtlich komplett getrennt, werden aber gemeinsam geführt. Sie sind nur zehn Kilometer voneinander entfernt, alle Weine werden in der 2012 neu errichteten Kellerei in Tiefenbach vinifiziert. Als Geschäftsführer für beide Betriebe ist Dipl.-Weinbaubetriebswirt Claus Burmeister verantwortlich. Für die Kellertechnik ist Daniel Rupp zuständig. Das Weingut Heitlinger gilt als Burgunderspezialist.

Die Weinberge umfassen 80 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Schellenbrunnen und Spiegelberg mit den Katasterlagen Hassapfel, Heinberg und Wormsberg (Tiefenbach), Kapellenberg mit der Katasterlage Wigoldsberg (Eichelberg), Königsbecher (Odenheim). Die Böden sind von kalkhaltigem, buntem Mergel geprägt.
Sie sind mit den Weißweinsorten Weißburgunder (Pinot Blanc), Grauburgunder (Pinot Gris), Auxerrois, Cabernet Blanc, Chardonnay und Riesling, sowie den Rotweinsorten Spätburgunder, Lembereger und Pinot Meunier bestockt. Seit 2010 wird nach zertifizierten Richtlinien des Biologischen (Ökologischen) Weinbaus mit den Grundsätzen einer Nachhaltigkeit gearbeitet. Seit 2014 erfolgt dies nach Regeln des Biodynamischen Weinbaus.
Ein biologisch aktiver Boden gilt als idealer Standort für gesunde und stabile Reben, Handarbeit als Schlüssel zur Qualität. Auf chemisch-synthetische Substanzen wird verzichtet. Durch eine Begrünung mit blühenden, grünen Untersaaten wird Biodiversität mit vielfältigen Lebensräumen für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen geschaffen.
Alle Parzellen werden abhängig der Weinqualitätsstufe gemäß dem VDP-Klassifikationsmodell individuell bearbeitet. Der Durchschnittsertrag beträgt 55 hl/ha. Durch selektive Handlese in mehreren Durchgängen und nochmaliger Sortierung im Weingut ist die Verarbeitung von physiologisch reifem und unbeschädigtem Traubengut gewährleistet.

Zwecks ausgeprägter Aromentiefe bleiben Schalen und Saft der Trauben unter Kühlung bis zu sechs Tage in Kontakt, um die Extraktstoffe bereits vor der Gärung so weit wie möglich herauszulösen. Die Weine erhalten dadurch eine besondere Lagenindividualität und Lagerfähigkeit. Die Arbeiten im Keller erfolgen betont schonend mit Hilfe von pneumatischen Pressen und Gravitationskraft statt Pumpen, um Trauben, Most und Wein zu transportieren. Die Grossen Gewächse aus den Burgundersorten und aus Lemberger reifen ausschließlich in großen Holzfässern und Barriques. Es wird auch ein flaschenvergorener Sekt erzeugt. Jährlich werden etwa 580.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied im Verband Slow Food, sowie seit 2012 im VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).