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Regionen

Umfassende Beschreibung aller europäischen Anbaugebiete, ihrer Rebsorten, Traditionen und gesetzlichen Regeln mit Karten.

Castilla y León - Beschreibung

Die Autonome Gemeinschaft (span. Castilla y León) mit der Hauptstadt Valladolid liegt im Nordwesten Spaniens. Mit 94.218 km² Landfläche ist sie etwas größer als das angrenzende Portugal. Gemeinsam mit Madrid und Kastilien-La Mancha bildet sie die Landschaft Kastilien, deren Bezeichnung auf das gleichnamige mittelalterliche Königreich zurückgeht. Kastilien-León ist in neun Provinzen gegliedert. Der westliche Teil mit den Provinzen León, Salamanca und Zamora bildet die historische Landschaft León. Den Teil Kastilien bilden die Provinzen Ávila, Burgos, Palencia, Segovia, Soria und Valladolid. Kastilien-León grenzt im Norden (von West nach Ost) an die spanischen Regionen Galicien, Asturien, Kantabrien und dem Baskenland.

Historie

Die Region wird auch als „Land der Burgen“ bezeichnet. Einst war dies die Grenzregion zwischen der christlichen und maurischen Welt, deshalb wurden hier viele Grenzfestungen errichtet. Es bildet das Herzland Spaniens, da von hier aus die Reconquista, die Wiedervereinigung Spaniens unter christlicher Herrschaft im Mittelalter maßgeblich betrieben wurde. Im Jahre 1492 (Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus) wurden die Mauren vertrieben und statt Burgos nun Valladolid zur Hauptstadt erhoben. Dies blieb sie bis zum Jahre 1561, dann erwählte König Philipp II. (1527-1598) Madrid in Neu-Kastilien (Kastilien-La Mancha) als neue Hauptstadt. Im äußerst ereignisreichen 16. Jahrhundert erlebte der Weinbau eine Hochblüte durch den Bedarf des spanischen Königshofes und die eroberten Provinzen in der Neuen Welt.

Kastilien-León - zahlreiche Burgen, Schlösser und Festungen

Boden & Klima

Das Hochplateau wird von zahlreichen Flüssen durchströmt. Der bedeutendste ist der rund 900 Kilometer lange Duero, der bei Porto in den Atlantik mündet. Seine wichtigsten Nebenflüsse sind Águeda, Esla, Pisuerga, Torme, Valderaduey und Yeltes. Die Höhenlagen der einzelnen Gebiete unterscheiden sich geologisch. Die südlichen Bereiche wie Toro und Rueda besitzen kieshaltige Böden mit hohem Eisengehalt, während in Rueda nährstoffarme Lehmböden vorherrschen. Die besten Lagen im bekanntesten Bereich Ribera del Duero besitzen stark kalkhaltige, nährstoffarme Böden. Aufgrund der unterschiedlichen Bodenstruktur wird Kastilien-Leon häufig in die zwei Bereiche Duero-Becken und gebirgiges Umland gegliedert. Das kontinentale Klima ist generell durch heiße, trockene Sommer und lange, kalte Winter geprägt, jedoch von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. In den dem Atlantik näheren Bereichen im Nordwesten wie Bierzo gibt es mehr Niederschläge.

Rebflächen & Rebsorten 

Die Weinberge umfassen rund 72.000 Hektar und liegen zwischen 450 und 1.000 Meter Seehöhe. Es werden vorwiegend Rotweine produziert. Die wichtigsten Rotweinsorten sind Mencía, Garnacha Tinta, Tinto del País (Tempranillo), Bruñal (Alfrocheiro), Prieto Picudo, Juan García, Merlot, Malbec (Cot), Cabernet Sauvignon, Viura (Macabeo) und Palomino. Die wichtigsten Weißweinsorten Verdejo, Albariño (Alvarinho), Godello, Albillo Mayor, Malvasia und Sauvignon Blanc

Weinbaubereiche

Es gibt neun DO-, vier VCIG- und einen Vino de Pago-Bereich (Qualitätsweine) und mit Castilla y León einen die gesamte Region umfassenden IGP-Bereich (Landweine): 

In diesem Bereich finden Sie
aktuell 165.121 Weine und 24.989 Produzenten, davon 3.152 klassifizierte Produzenten.
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