aktuell 178.262 Weine und 25.405 Produzenten, davon 3.422 klassifizierte Produzenten.
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Das Weingut liegt in Oestrich-Winkel im deutschen Anbaugebiet Rheingau. Es handelt sich um eines der ältesten Weingüter in Deutschland. Die älteste Weinrechnung von Schloss Vollrads stammt aus 1211. Ein Weinbau in der Einzellage Schloßberg wurde erstmals 1412 dokumentiert. Das Schloss wurde vom Geschlecht der Reichsfreiherren von Greiffenclau Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut, der Name „Vollrads“ ist wahrscheinlich von einem bereits 1268 erwähnten Personennamen abgeleitet. Der Stammbaum der Familie Greiffenclau lässt sich bis 1097 zurückverfolgen.

Georg Philipp von Greiffenclau ließ 1684 neben den Wohnturm (der J. W. von Goethe 1814 beeindruckte) das Herrenhaus erbauen. Das Geschlecht derer von Greiffenclau brachte viele bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz und Trier und Fürstbischöfe von Würzburg. Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau (1938-1997) als 27. Spross des Geschlechtes war von 1990 bis 1997 Präsident des Rheingauer Weinbau-Verbandes. Mit seinem Tod ging die fast 800-jährige Weinbautradition auf Schloss Vollrads zu Ende. Von 1979 bis 1997 wurde das benachbarte Weingut Fürst Löwenstein in Pacht betrieben, welches nun wieder eigenständig ist.
Heute führt die Nassauische Sparkasse das Schloss Vollrads und die Weinberge als historische Einheit fort. Ein Gutsrestaurant ist angeschlossen. Es werden auch Veranstaltungen zu Kunst, Kultur und Wein organisiert.. Als Gutsverwalter ist Ralf Bengel, als Kellermeister Jochen Bug und für den Außenbetrieb Jochen Eberbach verantwortlich. 2001 wurden angrenzende acht Hektar Rebfläche von der Brentano’schen Gutsverwaltung gekauft. Gleichzeitig wurden dazu auch die Rechte erworben, den von dort gekelterten Wein als „Goethewein“ zu bezeichnen.
Die Weinberge umfassen insgesamt rund 63 Hektar Rebfläche, davon 48 in der Einzellage Schloss Vollrads mit den Gewannen Schlossberg und Greiffenberg, Hasensprung (ex Brentano), sowie weitere Flächen in Einzellagen der Gemeinden Winkel, Geisenheim und Hattenheim. Es wird ausschließlich die Sorte Riesling kultiviert. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg Schloss Vollrads liegt in 70 bis 158 Meter Seehöhe mit 5 bis 30% Hangneigung auf tiefgründigen Lössböden, die mit Kies, Tonerde und Quarzit durchsetzt sind. Eine Besonderheit ist der von einer Mauer umfasste Teil „Clos du Jardin“. Hier stehen einzelne von renommierten Handels- und Gastrokunden sowie Importeuren gepflanzte Rebstöcke. Dieses Projekt wurde im Jahre 2011 anlässlich des 800-Jahresjubiläums gestartet.
Ab 2019 erfolgte die Umstellung auf ab 2022 zertifizierten Biologischen (Ökologischen) Weinbau. Die selektive Weinlese erfolgt in mehreren Durchgängen über viele Wochen, so dass nur physiologisch reifes und gesundes Traubengut zur Verarbeitung gelangt. Die Produktpalette umfasst abhängig vom Jahrgang 10 bis 15 verschiedene Riesling-Weine, die gemäß dem vierstufigen VDP-Klassifikationsmodell vermarktet werden.
Die Weine werden je nach Weintyp in Edelstahltanks oder in großen Holzfässern vergoren und ausgebaut. In witterungsmäßig geeigneten Jahren werden auch Trockenbeerenauslesen und Eisweine gekeltert. Die Flaschen werden ausschließlich mit Drehverschluss verschlossen. Es werden auch flaschenvergorene Sekte und Edelbrände (Trester, Weinbrand) produziert. In der Schatzkammer lagern viele alte Jahrgänge, die ältesten sind über 100 Jahre. Das Weingut ist Gründungsmitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter).